Lughnasad 2026

Müde, ausgelaugt und träge ging ich zum Ritual;  begeistert, beschwingt und energetisch aufgeladen verlies ich es.

Intention: „Wir feiern die erste Ernte und alles, was uns gelungen ist. Mit der Energie der Schnitterin lösen wir uns von dem, was für uns nicht mehr passt. „

Einzigartige Individualitäten kamen zusammen, um gemeinsam dieses Ritual zu beschreiten. Nach der Durchbesprechung des Rituales und Proben der Chants wurde zur Vorbereitung 5 Minuten geschwiegen.
Nach dem üblichen Reclaiming-Ritualaufbau mit gemeinsamer wiederholter Intentionsverkündung, Reinigung und Erdung, Kreisziehen und Einladen der Elemente und Wesenheiten/Götter bereiteten wir uns auf den ersten Teil vor, indem wir gemeinsam oftmals:
„There is no time but now,
there is no place but here.
In the sacred we do stand,
in a circle hand in hand.“ chanteten.

Dann nahmen wir Platz auf Yogamatte und Sitzkissen.
Im Hauptteil wurde über „meine erste Ernte – was mir gelungen ist“ nachgedacht.
Es wurde gezeichnet, reflektiert und Orakel gelegt. Die Aufgabenstellung war ein A3-Blatt zu gestalten.
Im Hintergrund lief Musik von Byron Metcalf (hier leistete mein mitgenommener Marhall-Verstärker gute Dienste).
Nachdem unsere Zeichnungen nach ca 25 Minuten fertig waren standen wird auf und  bildeten mit den Händen einen Kreis und chanteten und bewegten uns zu:
 „RISE UP AS ONE“.
(Rise up as one – time for awaking
rise up as one – time to be reborn.  (2x)
Forging, feeling,  changing, healing. (2x)

Beim wahrscheinlich >12(?) Mal war die Energie hoch, wir bewegten die Hände und Füße und wiederholten nur mehr einige Mal „forging, feeling, changing, healing“ und entließen die Energie nach oben. (ein tolles und energetisierendes Erlebnis)

Dann begann der 2. Hauptteil – wir reflektierten was uns hindert bzw. was wir aus unserem Leben „wegschneiden“ sollten.
Wir nahmen einen Holzkegel der uns repräsentieren sollte und befestigten daran etwas, das uns hindert – bzw. was wir loslassen wollen. Hier standen Bundpapier, Garn und Sticker zur Verfügung.

Eine Schere wurde mit der Energie der Schnitterin aufgeladen und Ceru begleitete das Schneiden mit den Worten:

„Nun sei gelöst, was war gebunden
Kraft und Freiheit neu gefunden.
Was mir schadet, lass ich los.
Und der Abstand werde groß.
Was mich bindet, schneide ich
Und von diesem lös ich mich.“

Nachdem die Arbeit getan war setzten wir uns noch um die Mitte und tauschten uns über unsere Bilder, unsere Erfahrungen und über unser Leben aus.
Es entstand der Wunsch noch einen gemeinsamen Chant zu tönen. Wir entschieden uns für „We are a circle, within a circle, with no beginning and never ending“ und chanteten diesen im Kreis noch einige Male.
Nach Verabschiedung und Auflösen des Kreises wurden noch bio-Apfelchips von Fink https://www.bio-fink.at/verarbeitung_apfelchips.1784.html verzehrt und wir plauderten ausgiebig.
Besonders freut es mich dass auch jmd. aus dem Bundesland Kärnten angereist ist.
Danke D. für das Mitnehmen der Getreideähren.
Danke allen für die großzügige Spende.
Seit Covid hat mir diese Ritual am besten Gefallen – nochmal herzlichen Dank allen!

Juli-Stammtisch

ReclaimingStT: „Wofür lohnt es sich zu leben? Und das mit den Werten…“ 23.07.2026

„Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord.“ Albert Camus
(Der erste Satz aus sein Buch “ Der Mythos des Sisyphos“)

Urlaubszeit ist und so blieben auch die Besucher fern. Schließlich diskutierten 2 der Gründungsmitglieder von Reclaiming Graz, nachdem sie Orakel legten, über was sich für sie zu leben lohnt.
Gedanken u.a. von Albert Camus, Viktor E. Frankl, Osho, Jiddu Krishnamurti wurden vorgetragen und dienten als Gesprächsanregung…
Auch anhand der Werteaufstellung verglichen wird unser eigenes Wertesystem. Es war inspirierend und auch durch die Getränke berauschend 🙂


Einige der aufgelegten Textstellen:
Wofür lohnt es sich zu leben?

Sinngemäß würde der Existentialist – Philosoph Albert Camus antworten:

„Mitten im Winter entdeckte ich schließlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.“

Das Leben muss sich nicht lohnen, um lebenswert zu sein. Es genügt, es bewusst, frei und leidenschaftlich zu leben.



Nach Jiddu Krishnamurti entsteht ein sinnvolles Leben nicht dadurch, dass man einen vorgegebenen Lebenszweck findet. Vielmehr entsteht es, wenn man:

  • sich selbst ohne Selbsttäuschung beobachtet,
  • frei von Angst und psychologischer Abhängigkeit wird,
  • im gegenwärtigen Moment lebt, statt ständig Vergangenheit oder Zukunft nachzuhängen,
  • Liebe und Mitgefühl nicht als Ideale verfolgt, sondern als natürliche Folge eines klaren Geistes erfährt.

Er hätte vermutlich gesagt, dass die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ bereits in die Irre führen kann. Für ihn war die wichtigere Frage: „Kannst du dein Leben jetzt vollständig wahrnehmen – ohne Flucht, ohne Ideologien, ohne Angst?“ Wenn das gelingt, erübrigt sich die Suche nach einem abstrakten Sinn.


Der Psychiater Viktor Emil Frankl schrieb nicht, dass der Mensch sich einen Sinn ausdenken müsse. Er meinte vielmehr, dass das Leben uns in jedem Augenblick eine Frage stellt und wir durch unsere Antwort darauf Sinn verwirklichen.

„Dem Menschen kann alles genommen werden, nur eines nicht: die letzte der menschlichen Freiheiten – seine Einstellung zu den gegebenen Verhältnissen zu wählen.“

„Sinn kann nicht gegeben, sondern muss gefunden werden.“

Sinnmomente in der Gegenwart:

  1. Durch Schaffen oder Tun.
    • Eine Aufgabe erfüllen.
    • Jemandem helfen.
    • Etwas erschaffen.
  2. Durch Erleben.
    • Die Schönheit eines Sonnenuntergangs.
    • Musik hören.
    • Ein tiefes Gespräch.
    • Die Begegnung mit einem geliebten Menschen.

Frankl betonte, dass solche Augenblicke nicht „klein“ sind – sie sind bereits sinnvolle Erfahrungen.

  1. Durch die Haltung zum Unvermeidbaren.
    • Wenn Leid nicht mehr verändert werden kann, bleibt die Freiheit, ihm mit Würde zu begegnen.

Jeder Augenblick enthält eine einzigartige Möglichkeit, Sinn zu verwirklichen – und wenn dieser Augenblick vorüber ist, kehrt genau diese Möglichkeit nie wieder zurück. 
Das verleiht selbst alltäglichen Momenten Gewicht.


Osho (Bhagwan Shree Rajneesh)  Für ihn war das Leben kein Mittel zu einem Zweck – es braucht keinen äußeren Sinn, weil es selbst der Sinn ist.

„Life is not a problem to be solved, but a mystery to be lived.“
„Das Leben ist kein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Geheimnis, das gelebt werden will.“

„Be — don’t try to become.“
„Sei – versuche nicht, jemand zu werden.“

„The moment you start looking for the meaning of life, you have already missed life.“
„In dem Moment, in dem du nach dem Sinn des Lebens suchst, hast du das Leben bereits verpasst.“

„Celebrate life.“
„Feiere das Leben.“

„Love, laugh, dance, meditate.“
Diese vier Worte fassen einen großen Teil seiner Lehre zusammen: Liebe, Humor, Lebendigkeit und Bewusstheit.

Sinngemäß würde Osho über Sinn sagen:

  • Lebe nicht für etwas – lebe vollständig.
  • Das Leben ist kein Projekt, das abgeschlossen werden muss.
  • Freude, Liebe, Kreativität und Meditation sind keine Mittel zum Sinn; sie sind Ausdruck eines erfüllten Lebens.
  • Wer ständig nach einem zukünftigen Sinn sucht, übersieht die Lebendigkeit des gegenwärtigen Augenblicks.

„Lebe so total, dass jeder Augenblick Selbstzweck ist.“


Schwartz (Shalom H. Schwartz.) Theory of Basic Human Values. Seine Forschung gilt heute als einer der wichtigsten Standards der Werteforschung.

Er identifizierte zehn grundlegende Wertetypen:

  1. Selbstbestimmung (Unabhängigkeit, Kreativität)
  2. Stimulation (Abwechslung, Herausforderung)
  3. Hedonismus (Freude, Genuss)
  4. Leistung (Erfolg, Kompetenz)
  5. Macht (Status, Einfluss)
  6. Sicherheit (Stabilität, Schutz)
  7. Konformität (Regeln einhalten)
  8. Tradition (Kulturelle und religiöse Bräuche)
  9. Wohlwollen (Fürsorge für nahestehende Menschen)
  10. Universalismus (Gerechtigkeit, Toleranz, Schutz von Mensch und Natur)

Vom Denken zum Intuieren, zum Fühlen, zum Empfinden“ beschreibt einen Weg, den viele philosophische und spirituelle Traditionen kennen. Gemeint ist nicht, das Denken abzulehnen, sondern ihm nicht die alleinige Herrschaft über das Leben zu überlassen.

Man könnte die vier Begriffe so verstehen:

  • Denken – analysieren, vergleichen, planen, bewerten. Das Denken ist ein wertvolles Werkzeug, kann aber in Grübeln und endlosen Fragen gefangen bleiben.
  • Intuieren – eine unmittelbare Einsicht, die nicht Schritt für Schritt hergeleitet wird. Ein stilles Wissen, das oft erst hörbar wird, wenn der Geist ruhiger ist.
  • Fühlen – die bewusste Wahrnehmung von Emotionen wie Freude, Trauer, Angst oder Liebe, ohne sie sofort zu bewerten.
  • Empfinden – die unmittelbare Erfahrung des Lebens über die Sinne und den Körper: den Wind auf der Haut, den Atem, den Klang der Vögel, die Wärme der Sonne. Es ist die direkteste Form des Gegenwärtigseins.

Ein kurzer Satz, der diese Bewegung zusammenfasst, könnte lauten:

„Der Verstand erklärt das Leben. Das Empfinden lässt es erfahren.“

Oder:

„Der Kopf sucht Antworten. Das Herz erkennt. Die Sinne erfahren.“

Letztlich geht es nicht darum, weniger zu denken, sondern darum, das Denken an seinen richtigen Platz zu setzen – als Werkzeug statt als ständigen Mittelpunkt der Erfahrung. Viele Menschen erleben, dass sich dadurch mehr Ruhe, Lebendigkeit und Verbundenheit mit dem gegenwärtigen Augenblick einstellen.

–> nächster Stammtisch schon am 6. August 2026 wie immer 20:00 Cheers, vermutlich Thema Heilung – die 1. Getränkerunde wird übernommen!

Litha-Feier 19.06.2026

Nach dem Ende des Rituales bin ich gerade eben mit dem öffentlichen Verkehr nach Hause gefahren. In mir tönte stets „fire transform me, bring me to my passion…“ und ich musste mich mit breitem Grinsen gelegentlich dazu bewegen, was aber bei dem bunten Treiben am Jakomiplatz nicht besonders auffiel.
Das Ritual war schön – es hat mir Kraft, Zuversicht und Freude gegeben.
Wie Eine Reclaiming-Lehrerin sagte: „Magie wirkt“. Inwiefern die Magie dieses Rituales in meinem Leben wirkt, werde ich spätestens zum Yul-Fest sehen. Ich bin gespannt 🙂

Jmd. hat mich gebeten den Plan mitzuteilen, um sich etwas vorzustellen. Daher der Plan – wobei er stets nach den jeweiligen Anwesenden und den Erfordernissen der Situation und Energie leicht adaptiert wird.
Diesmal wurde ein zusätzlicher Chant (Feuer brennt…) getönt und ein Gebet (I commit…) hinzugefügt.

Aufbau:

Nach – Ankommen und der  Begrüßung war geplant die Grundlagen zu erläutern. Diese stehen unter  https://www.reclaiming.at/reclaiming-graz/ (6) – jedoch da kein neues Gesicht dabei war konnte darauf verzichtet werden.
– Besprechung des Ablaufes, dabei wurde die Intention auf
Ich feiere das Licht und nutze die Energie und Feuer um in der 2. Jahreskreishälfte mein  Ziel zu erreichen“

– kurze Chant-Probe (da kein neues Gesicht dabei war und die Chants gut bekannt sind konnte darauf verzichtet werden)
Einstimmung aufs Ritual 5 Minuten Schweigen, persönliches In-Sich gehen

Start des Rituales mit  3maliges gemeinsames Wiederholen der Intention


Elementereinigung:

„Ich will gereinigt sein –  durch die Kraft der Elemente:
Luft, Feuer, Wasser, Erde und Spirit

Luft, durchwehe meinen Körper!
Trage meine trüben Gedanken hinfort
schenk mir Leichtigkeit und Freude
und den Tanz des Schmetterlings

Feuer, entflamme mich!
Verbrenne meine Angst und meinen Zorn
und bereite den Boden
für neues Wachstum

Wasser, umspüle mich!
Trage den Schmutz, der an mir haftet, fort!
Reinige mich und heile mich
mit deiner Urkraft

Erde, trage mich!
Nimm das in dich auf,
was für mich zu schwer ist
und schenk mir einen sicheren Stand

Spirit, lass diese Reinigung geschehen
und segne sie
mit deiner unendlichen Kraft!“ (von Pearl Branskaldi)

– klassische angeleitete  Erdungsübung „Baum des Lebens“

Das Kreisziehen erfolgte klassich  Athame,  wobei angeregt wird sich die Barriere mit blauem Schleier vorzustellen

Einladen der Elemente erfolgte mit dem oftmaligem chanten von „Air I am, fire I am water, earth, and spirit I am“ — Andras Corbin
https://www.youtube.com/watch?v=Im8we9E8eio&list=RDIm8we9E8eio&start_radio=1

Dann erfolgte die Einladung aller, die wir im Ritual (ähnlich wie auf einer Partie) dabei haben wollten. Klassisch nach Reclaiming:

Ack Allies: (Einladen der Alliierten, sowie Geister des Ortes)

Anchestors, descendents: (Einladen der Vor- und Nachfahren)
und als Götter wurden der keltische Sonnengott Lugh sowie die hawaianische Feuergöttin Pele eingeladen.

Hauptteil:

  • Ein Blatt Papier lag vor uns und es wurde gezeichnet, aufgeschrieben, was wir bis Jul erreichen wollten. 3 unterschiedliche Orakeldecks boten Unterstützung an. Empfohlen wurde die Legung „Das Kreuz“ (weiß nicht ob die Bezeichung für das 4er-Syste korrekt ist)
    Danach wurde wieder gechantet
    Spirits of Fire come to us. We will kindle the fire. Spirits of Fire come to us. We will kindle the fire. We will kindle the fire, dance the Magic Circle round. We will kindle the fire. We will kindle the fire…“ https://trigoddess.org/chants/Spirits%20of%20Fire.mp3   

Wir haben das Feuer bereits eingeladen doch brauchen noch mehr, deswegen wurde eine Visualisierungsübung der Sonne (Aufnahme über Solaplexus und über Chakren aufsteigend … usw.
 „Lebensfunke und verzehrendes Fieber, Macht zu erschaffen und zu zerstören, komme zu mir in freundlicher Gestalt. Umarme mich mit Schöpferkraft und der freudigen Ekstase des Lebens. Goldene Sonne, Flamme des Herzens. Sie jetzt hier. Sei willkommen….“
Für mich war die Feuerenergie intensiv vibrierend spürbar und ich benötigte eine kurze Pause bevor
„ Fire transform me bring me to my passion, fire transform me bring me to  my passion
I choose life  – yes – I choose courage / I choose life  – yes – I choose courage
to dance among the flames, to dance among the flames  – (Kellianna?)
https://www.youtube.com/watch?v=OTIrJpjP4Wg&list=RDOTIrJpjP4Wg&start_radio=1
angestimmt wurde und wahrscheinlich fast 10 mal gechantet wurde

Nach einem Becher Vöslauer ging es weiter mit der angeleitete Übung „Wish-Bird“  (aus https://www.goodreads.com/en/book/show/38256371-elements-of-magic )

Nach Sitzen  auf Sitzkissen und Reflexion – Teilen erfolgte die
Verabschiedungen (Lugh, Pele, Vor-Nachfahren, Geister, Elemente)  und Auflösen des Kreises

Neuer Text / Stammtische / Ritual etc.

Die Informationen über unsere aktuellen Tätigkeiten wurde in einen Text neu zusammengefasst. Bitte lies ihn durch – und auch die Teilnahmebedingungen sind sehr wichtig:

https://www.reclaiming.at/reclaiming-graz/

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Bei den letzten Stammtischen:
„Wie wollen wir leben?“  sowie Bestandsaufnahme Demokratie
„Wer wollen wir sein? – (Persönlichkeits-)Entwicklung?“ wurde eifrig nachgedacht und diskutiert.

Dieses Video, dass auch einen Teil des Stammtisches „Wie wollen wir leben?“ war, sollte jede*r ansehen (geht auch in 2facher Geschwindigkeit), Rainer Mausfeld zeigt auf wozu Demokratien gegründet wurden : https://www.youtube.com/watch?v=jSkbe-SzIgY


Litha-Ritual Juni 19  20:15 – 22:30, Graz, Casa Ananda
https://www.reclaiming.at/termin/litha-ritual/

Mittsommer, Sommersonnwende, Litha, summer solstice

Intention und auch Ritualplan ist noch nicht ganz fixiert, doch es geht darum den längsten Tag zu feiern, das Feuer in uns zu stärken.
Angeleitete Körper/Chakrenübung, einige Chants und vielleicht auch eine angeleitete Trancereise.
Längste Tag des Jahres – kürzeste Nacht – auch wenn uns die heißeste Zeit des Sommers noch bevorsteht, werden die Tage ab heute wieder kürzer werden. Und deshalb ist gerade Mittsommer ein Fest, das uns zweierlei lehrt: Nämlich, den Augenblick zu feiern, auch (und gerade) wenn er vergänglich ist und dann (ebenso wichtig) ohne Furcht loszulassen. Denn auch wenn der Sonnengott weiß, dass nach dem höchsten Punkt der Niedergang und letztlich sein Tod folgt, steigt er dennoch unverdrossen in der ersten Hälfte des Jahres immer höher – auf sein Ende zu. Er nimmt alles mit, Freude und Schmerz, und erfährt so das Leben ganz.

Wir ehren für den Überfluss und bitten darum, die reiche Ernte auch einfahren zu dürfen, ohne dass sie durch Unwetter oder anderes Unheil verdorben wird – aber auch unsere Pläne und Ideen sollen weiter wachsen und reifen.
Bitte lies dir das durch: https://www.reclaiming.at/reclaiming-graz/ und hier besonders aufmerksam die Teilnahmebedingungen unter (6) !

Einer der (mindestens 3) Chants:
Spirits of Fire come to us. We will kindle the fire. Spirits of Fire come to us. We will kindle the fire. We will kindle the fire, dance the Magic Circle round. We will kindle the fire. We will kindle the fire…“

Kosten: freiwillig Spende

Bitte anmelden unter ReclaimingGraz@gmx.net


Die (voraussichtlichen) Termine bis Jahresende sind auf der HP unter Veranstaltungen. Falls die Veranstaltungen auf Laptop oder PC nicht zu sehen sind die Tabelle verkleinern oder auf Handy ansehen. Es besteht ein „Skalierungsfehler“.

In Reclaiming-Ritualen wird stets gechantet. Eine Reclaiming-CD ist vollständig auf youtube. Hier der Link zum Reinhören:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLwVfNE8chY8DSc6gG2RNpg1UdZ3OCSXsc

Reclaming-Stammtisch April: „Das Gute Leben!?“

Was macht ein gutes Leben aus?

Bei der Vorbereitung bin ich auf die Studie von  Dr. Shige Oishi und  Dr. Erin Westgate (2022) gestoßen.
Sie  präsentieren empirische Belege dafür, dass Glück, Sinnhaftigkeit und psychologischer Reichtum miteinander verbundene, aber unterschiedlich Aspekte eines guten Lebens sind. Jeder dieser Bereiche hat einzigartige Ursachen und eigene Wechselwirkungen.

Sie stellen die These auf, dass ein psychologisch reiches Leben durch Vielfalt, Interessantheit und Perspektivwechsel gekennzeichnet ist. Im Gegensatz dazu ist ein glückliches Leben durch Komfort, Freude und Stabilität geprägt. Ein sinnhaftes Leben zeichnet sich durch Zweck, Bedeutung und Kohärenz aus.


Bei der Suche nach gutes Leben, kommt auch sofort Glück. Daher wurde beim Stammtisch auch
Die 3 großen Theorien des Glückes“ präsentiert:

  • Hedonismus
    Glück ist die Kombination aus möglichst viel Genuss und möglichst wenig Schmerz
    Rezept: Suche möglichst viele Genussmomente auf – und vermeide Schmerzen und Leiden, wo es nur geht!
  • Zieltheorie
    Gück ist, wenn du deine Ziele erreichst – und auf deinem Wegen dorthin viel Spaß hast.
    Rezept: Setze dir wertvolle Ziele zur Orientierung – und mach dir auf dem Weg dorthin eine gute Zeit!
  • Gütertheorie
    Glück besteht im Besitz von objektiven Gütern (z.B. Gesundheit, Freiheit, Liebe, Haus…)
    Sammle möglichst viele objektive Güter!
    Selbstverständliche immer wieder bewusstmachen (Dankbarkeitstagebuch)

Wie werde ich glücklicher? (mit den drei Glückstheorien)

  • Wie kann ich mein Leben noch mehr genießen? (Hedonismus)
  • Wie kann ich meine wichtigsten Ziele besser erreichen und auch auf dem Weg zum Ziel eine gute Zeit haben? (Zieltheorie)
  • Und wie kann ich mir mehr objektive Güter aneignen? (Gütertheorie)

Doch die Gückstheorien lösten Diskussionen aus und war für viele StammtischbesucherInnen nicht zufriedenstellend.

Zum Abschluss konnte wieder weitgehend Übereinstimmung hergestellt werden indem
Die spirituelle Perspektive auf „das gute Leben“ „ beleuchtet wurde:
„Sie geht über materiellen Wohlstand oder äußeren Erfolg hinaus. Sie richtet den Blick auf innere Erfüllung, Verbundenheit, Sinn und Transzendenz.
In vielen religiösen und spirituellen Traditionen wird das gute Leben als ein Weg verstanden, der zu innerem Frieden, Mitgefühl und einem tieferen Verständnis des Daseins führt.

 Spirituelle Praktiken für den Alltag:

PraxisWirkung
MeditationFördert innere Ruhe und Klarheit
GebetStärkt die Verbindung zum Göttlichen
AchtsamkeitVertieft das Bewusstsein für den gegenwärtigen Moment
DankbarkeitErhöht Lebenszufriedenheit
RitualeGeben Struktur und Sinn
Dienst am NächstenFördert Mitgefühl und Verbundenheit

Der Stammtisch hat mir wieder sehr gut gefallen, Material hätte ich für 3 Stammtische gehabt, doch es wurde eifrig diskutiert, gemeinsam überlegt und auch über andere Dinge geplaudert. Die bei guten Getränken und (veganen) Nacchos.
Am 21.05.2026 gibt’s wieder einen Stammtisch. Über (vermutlich) Demokratie und wie wollen wir leben?

Ostara – Ritual zur Frühlingstagundnachtgleiche     

Feuer brennt,
Wasser fließt,
Erde hält,
Wind ruft –
komm und werde, der du bist,
komm und werde, der du bist!

Dieser Chant wurde beim Ritual am öftesten getönt – zuletzt mit tanzartigen Bewegungen und mit Unterstützung von Rasseln und anderen Klanggeräten.

Mit der Intention: „Wir lassen unsere Fessel/Hindernisse los und gehen leichter und glücklicher in die lichtreiche Jahreshälfte“ gestalteten wird das erste Mal ein Ritual im Casa Ananda.


Da nur erfahrene Leute zusammenkamen fiel die Einführung und die Vorbereitungsübungen weg und wir nutzten die erste halbe Stunde um ausgiebig zu plaudern.

Dann begannen wir das Ritual wie gewohnt mit stiller Einstimmung und gemeinsames 3maliges Wiederholen der Intention. Es folgte der gewohnte Aufbau mit:
(diesmal Raumreinigung) Elementereinigung, Kreisziehen und den unterschiedlichen Einladungen.

Die Einladung der Göttin und des Gottes gestalteten wir spontan. So lud Tara die Göttin Brigid ein und erstmalig wurde der Gott Loki eingeladen. Dies machte das Ritual unberechenbar und bescherte einige Momente des Gelächters und Schmunzeln 😊

Eine Trancereise zur weiteren Klärung unserer Hindernisse wurde angeleitet.
Hinterher tauschten wir uns über unsere Erfahrungen in der Trancereise und in der primären Realität aus.
Wir richteten uns auf das Element, dass uns hilfreich erschien, aus und die Hände wurden zusammengebunden.

Nach einiger Zeit wurden die Fessel gesprengt und dies wurde angeleitet und gesprochen:

„Diese Fesseln wurden gelöst durch die Kraft
der Luft / des Feuers / Wassers / der Erde
und durch meine eigene Kraft.
Jetzt ist die Zeit, sie loszulassen
und es ist mein Wille, mich von ihnen zu befreien.
Möge die Energie, die in ihnen gebunden ist,
sich verwandeln, und als Kraft in mich zurückströmen:
So soll es sein, ein Segen für alle!“

Dann war Zeit zu tönen. U.a.:

We are alive,
As the Earth is alive
We have the power,
To fight for our freedom,
If we have courage we can be healers
Like the sun We shall rise   2x

Rose May Dance, Starhawk

Schießlich folgte Bedanken, Verabschieden, Kreis auflösen und hinterher plaudern bei Apfelsaft und Apfelchips.

Mir hat es gut gefallen und es hat mich energetisch aufgeladen –  ich habe wieder eine Idee bekommen, wie es sich anfühlen könnte „von den großen Gezeiten durchspült zu werden“ (Zitat von Starhawk, bekannteste Gründerin von Reclaiming).


nächste  Ritualtermine im https://www.casa-ananda.at  :
Litha SSW Freitag 19.Juni 2026
Lughnasad Fr 31.07.2026
Mabon (Herbst-TNG): Freitag 25.Sept 2026
Jul (WSW): So 20. Dezember 2026

P.S.: Bild ist nicht von der Veranstaltung sondern vor einem Vor-Ritual

Reclaiming-Stammtisch: „Was uns stark macht“ – Resilienzfaktoren und Hindernisse auf unserem Weg!  

„Was uns stark macht“ – Resilienzfaktoren und Hindernisse auf unserem Weg!  Do 19.03.2026  20:00-22:00 Graz, Cheers https://cheers-graz.at/


Besonders aufgrund der  aktuellen Weltsituation sowie der Gesellschaftssituation ist es sehr schwierig (in allen Bereichen einigermaßen) gesund, stark und frei zu bleiben.
So war es an der Zeit über das, was uns stark macht, zu sprechen.

Bereits die Vorbereitung fand ich für mich wertvoll, das meiste ist mir bekannt und versuche ich auch aktiv in meinem Leben einzubauen – doch ich werde wieder verstärkt Fokus darauf legen.

Da ich nur 1 Ammeldung hatte, dachte ich, es wird ein Abend mit ausgiebigen Orakelkartenlegen und Konsumieren (denn für die reservierte Anzahl an Personen sollte (notfalls von mir 🙂 konsumiert werden).
Doch überraschenderweise kamen noch 2 gut bekannte Gesichter und auch 3 Leute zum ersten Mal. So saßen und diskutierten wird schlussendlich zu 8 🙂
Der Anfangsteil mit Orakel und Vorstellung dauerte länger, war jedoch interessant, erfrischend und lebendig. Spontan wurde sogar kurz ein Chant angestimmt (ich dachte mit diesen Leuten wäre es toll ein Ritual zu feiern, die Energie floß zwischen einigen sehr gut 🙂
Die  7 Säulen der Resilienz und  „Übungen zur Resilienzstärkung“ wurden umfassend besprochen.
Daneben wurden  köstliche Getränke und Nachos konsumiert – und diese wurden auch gesponsert.

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7 Säulen der Resilienz sind ein häufig verwendetes Modell in der Psychologie und im Coaching. Es beschreibt Fähigkeiten und Haltungen, die Menschen helfen, Krisen zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen.


1. Optimismus 🌤️
Die Fähigkeit, trotz Schwierigkeiten daran zu glauben, dass sich Situationen verbessern können.
Optimistische Menschen sehen Probleme realistischer, aber verlieren nicht die Hoffnung.


2. Akzeptanz
Resiliente Menschen akzeptieren Dinge, die sie nicht ändern können.
Statt Energie im Widerstand zu verlieren, richten sie ihren Fokus auf das Beeinflussbare.


3. Lösungsorientierung
Der Blick richtet sich auf mögliche Lösungen statt nur auf Probleme.
Die Frage lautet: „Was kann ich jetzt konkret tun?“


4. Selbstwirksamkeit 💪
Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Herausforderungen bewältigen zu können.
Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit denken eher: „Ich finde einen Weg.“


5. Verantwortung übernehmen
Resiliente Menschen übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln, statt nur anderen oder Umständen die Schuld zu geben.


6. Netzwerkorientierung
Unterstützung annehmen und Beziehungen pflegen.
Freunde, Familie oder Kolleg:innen sind wichtige Ressourcen in Krisenzeiten.


7. Zukunftsorientierung / Sinn Resiliente Menschen haben Ziele, Werte oder Visionen, die ihnen Richtung geben.
Ein Gefühl von Sinn hilft, auch schwierige Phasen zu überstehen

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5 einfache tägliche Übungen, mit denen man seine Resilienz (psychische Widerstandskraft) stärken kann:

Sie dauern oft nur wenige Minuten, haben aber langfristig eine große Wirkung.


1. Die „3 gute Dinge“-Übung 🙏

Am Abend kurz aufschreiben:

  • 3 Dinge, die heute gut waren
  • warum sie passiert sind

Das trainiert dein Gehirn, mehr Positives wahrzunehmen und stärkt Optimismus.


2. Kontrollkreis-Übung 🎯

Wenn ein Problem auftaucht, frage dich:

  • Was kann ich kontrollieren?
  • Was kann ich beeinflussen?
  • Was muss ich akzeptieren?

So richtest du deine Energie auf lösbare Dinge statt auf Frustration.


3. 5-Minuten-Atem- oder Achtsamkeitsübung 🧘

Setze dich ruhig hin und konzentriere dich 5 Minuten auf deinen Atem.

Wirkung:

Stress reduziert sich

  • Emotionen werden stabiler
  • klareres Denken

4. Perspektivwechsel-Frage 🔄

Bei schwierigen Situationen frage dich:

  • Was kann ich daraus lernen?
  • Wie würde ich diese Situation in 5 Jahren sehen?

Das hilft, Probleme weniger bedrohlich zu erleben.


5. Täglicher Kontakt zu Menschen 👥

Pflege jeden Tag eine kleine soziale Verbindung, z. B.:

  • ein Gespräch
  • eine Nachricht
  • ein ehrliches Interesse am anderen

Soziale Beziehungen sind einer der stärksten Schutzfaktoren für Resilienz.

💡 Ein wichtiger Punkt:
Resilienz entsteht weniger durch große Veränderungen, sondern durch kleine mentale Gewohnheiten, die man regelmäßig übt.

Stammtische / Termine / Rituale

„Frei leben
Alle sagen dir,
du solltest dich zurückhalten.
Warum?
So ein kleines Leben.
Warum sollte man sich zurückhalten?
Springe so hoch wie möglich!
Tanze so verrückt wie möglich!“
Osho

Diese Karte habe ich beim letzten Stammtisch gezogen.
Imponiert hat mich dass eine Teilnehmerin sagte sie verwendet oft 3 Stunden am Tag für eine umfassende persönliche Praxis.
Interessante Gespräche, Erfahrungsberichte, Vorschläge und ich zeigte auch die kürzeste Mediation – Stop von Osho – vor.

Die nächsten Termine sind bereits auf der HP.
Nach langer Zeit gibt es wieder öffentlich zugängliche Rituale. Habe einen Raum im Casa Ananda für 22. März, 19. Juni und 31. Juli gemietet.

Seid gesegnet!

Allen für 2026 das, was ihr für eure Entwicklung benötigt, sowie viel, viel Glück!

Die Termine für 2026 werden bis Ende Jänner online gestellt.

Der nächste Termin: Stammtisch Donnerstag 15.01.2026 20:00 Uhr Cheers: „Spirituelle Praxis – Schwerpunkt Meditation“

Zitat: „Meditiere jeden Tag 30 Minuten, außer du hast Stress. Dann meditiere 60 Minuten“ (so ähnlich)
und (vielleicht zum Verständnis des ersten Zitates):

„Unruhe, Unwohlsein, der Gedanke kommt auf: es ist nicht schaffbar, zu viel Stress, zu große Herausforderungen, zu wenig Zeit, zu viele Risken… ich bin dem nicht gewachsen, ich weiß zu wenig, ich kann zu wenig, ich bin zu schlecht, ich bin unwürdig…“
HÖHERES SELBST fragt: Wer ist dem nicht gewachsen?, wer ist zu schlecht?, wer ist unwürdig?
Wer ist dieses „ICH“?, Wer fragt?, Wer bist du jenseits deiner sozialen Rollen?,
Sitze, meditieren, SEI gewahr! – SEI ! – besonders in der Pause zwischen Aus- und Einatmen!
Schon nach einigen Minuten atme ich langsamer, bin ruhiger, lächle und stehe auf und tue was im Moment zu tun ist.
— Für mich zählt spirituelle Praxis – Meditation zu den wichtigsten Punkten um ein volles, wirklich selbstbestimmtes freies Leben zu führen.
++++++++++++++++++++++++
Einige Orakeldecks werden aufliegen.
Genereller Aufbau:
nach Ankommen, Eröffnung (erklären der 4 Grundregeln und bei neuen Teilnehmer*Innen Kurzeinführung Reclaiming) und KennenlernRunde mit (wer will) Orakelkarten folgt der moderierte Teil zum Thema (ca 2×20 Minuten mit Pause) – ich werde einige Gedanken als Anregung bringen, zuvor und danach bleibt auch genügend Zeit zum Austausch, Tratschen, Plaudern…
Beim www.reclaiming.at – Stammtisch gilt – die Daten der anwesenden Personen gehen nicht nach außen (Namen, Beruf, Äußerungen der jeweiligen Personen… – die Chatam house rule: https://en.wikipedia.org/wiki/Chatham_House_Rule ) und
– ihr seit eure höchste Autorität, ihr müsst nichts mitmachen, erzählen… usw. was ihr nicht wollt, ihr seit für euch verantwortlich!
Anmeldung wäre super, auch spontan Entschlossenen sind willkommen.
Jede*r ist willkommen, solange dieser Text akzeptiert werden kann: https://www.reclaiming.at/die-reclaiming-prinzipien-der…/
Anmeldung unter ReclaimingGraz@gmx.net

www.reclaiming.at (weitere Termine auf der HP demnächst)

Bericht Stammtisch November 2025 – „Smombieepidemie – wo versteckt sich Sinn und Begeisterung“   

Ich denke, dies ist ein Zitat, dass für viele zutrifft:
„Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muss, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll – und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.“
(von Viktor E. Frankl aus dem Bucht „Das Leiden am sinnlosen Leben“)  und
„Wenn der Sinn abhandenkommt, stürzt der Mensch sich in Ablenkung und Leben—nicht aus Lebenskraft, sondern aus Flucht.“
Sehr oft scheint wird das Handy zur (fast)Dauerbeschäftigung. Und passenderweise wurde der Begriff „Smombie“ für Smartphone-Dauerbenutzer, die den Großteil in der virtuellen Welt verbringen, entwickelt.„Smombies: lebendig genug zum Scrollen, zu abwesend zum Leben.“
„Smombies: Die einzige Spezies, die gleichzeitig überall und nirgends ist.“

——— Überraschenderweise waren 9 Personen anwesend (davon waren 2 angemeldet), die nach der Orakelkarten-Eröffnung pauderten, diskutieren und eigene Sichtweisen einbrachten.
Hauptpunkt waren Überlegungen über Sinn – was braucht es für ein sinnvolles Leben, was hindert, welche Erfahrungen sind hilfreich…
Immer wieder wurden Zitate vorgelesen und Aussagen von Viktor Frankl präsentiert.
Neben guten Getränken und Nachos fand sich auch genügend Zeit zum persönlichen Austausch.
Der Stammtisch hat mir sehr gut gefallen und ich konnte einige Anregungen mitnehmen um mein Leben wird mehr Sinnmöglichkeiten zu bereichern.

Zum Abschluss wurde die 1-Minuten-Übung zur Sinnentdeckung mehrmals wiederholt: Täglich drei kurze Fragen:
Womit kann ich heute jemandem helfen? (Beitrag)
2. Was kann ich bewusst genießen? (Erleben)
3. Wo kann ich eine gute Haltung zeigen? (Einstellung)

Sinn-Möglichkeiten im Alltag finden

Dies entspricht sehr stark der Logotherapie nach Viktor Frankl:
Sinn findet man nicht, man entdeckt ihn in der Situation.

Frankl beschreibt drei Hauptwege, Sinn zu erleben:

A) Schöpferische Werte – etwas tun oder gestalten

  • Arbeit
    Helfen
    Kreativität
    Lösungen finden
    Beiträge leisten

Frage: „Was kann ich heute schaffen oder bewirken, das wertvoll ist – auch wenn es klein ist?“


B) Erlebniswerte – etwas erleben oder empfangen

  • Natur
    Beziehungen
    Kunst & Musik
    Genuss
    Staunen

Frage: „Was berührt mich heute?“


C) Einstellungswerte – Haltung zu dem, was man nicht ändern kann

Sinn auch im Schwierigen finden:

  • Mut
    Geduld
    Humor
    Würde
    Annahme

Frage: „Welche Haltung macht mich größer als die Situation?“



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